Ernst Barlach

„Der Seufzerstein”
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Lithografie, 1912
22,0 x 27,5 cm (Darstellung)
42,5 x 53,8 cm (Blatt)

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„Der Seufzerstein"

Historische Künstlergrafik. Lithografie, 1912. Von Ernst Barlach. 22,0 x 27,5 cm (Darstellung) / 42,5 x 53,8 cm (Blatt).

Rechts unterhalb der Darstellung von Hand in Bleistift signiert "EBarlach". Die Arbeit erschien als Blatt 4 des Grafischen Zyklus "Der tote Tag", einer Folge von 27 Lithografien. Der Künstler schrieb im Jahr 1910 in Anlehnung an den Sorgerechtsstreit mit Rosa Schwab um den gemeinsamen Sohn Nikolaus (*1904) das Drama "Der tote Tag". Es beschreibt den misslungenen Versuch eines Sohnes, sich aus der Herrschaft der Mutter zu befreien. Zwei Jahre später setzte Barlach das Werk grafisch um und wurde im Verlag Paul Cassierer in einer Gesamtauflage von 210 Exemplaren veröffentlicht. Die Szene zeigt den Sohn neben Kuhle sitzend, den Seufzerstein haltend, während die Mutter im Hintergrund steht. Typische Arbeit Barlachs in Kreide, Feder und Pinsel auf Zinkplatte gezeichnet. Die kubische Auffassung der Figuren lässt unweigerlich den Bildhauer Barlach spüren.

Im Ganzen gut erhalten.

Künstler


Barlach, Ernst - (1870 Wedel/Holstein - 1938 Rostock). Deutscher Bildhauer, Schriftsteller und Zeichner. Barlach ist besonders bekannt für seine Holzplastiken und Bronzen. Außerdem hinterließ er ein vielgestaltiges druckgraphisches, zeichnerisches und literarisches Werk. 1888-91 Kunststudium an der Kunstgewerbeschule in Hamburg. 1891-95 Studium an der Kunstakademie in Dresden. Meisterschüler bei dem Bildhauer Robert Diez an. Ab 1897 freischaffender Künstler. 1905 Lehrer an der Fachschule für Keramik in Höhr-Grenzhausen (Westerwald). 1906 Reise nach Russland -Eindrücke beeinflussen zukünftig sein Werk. 1907 Ausstellung der von Richard Mutz ausgeformten farbigen Terrakotten &quote;Russische Bettlerin mit Schale&quote; und &quote;Blinder russischer Bettler&quote; im Frühjahrssalon der Berliner Secession. Ab 1909 Stipendiat ider Villa Romana in Florenz. Ab 1910 regelmäßige Ausstellungen bei der Berliner Secession, des Sonderbundes und beim Kunstsammler Paul Cassirer in Berlin. Umzug nach Güstrow (Mecklenburg) - Entstehung seiner Hauptwerke. 1915 Einberufung zum Landsturm - Beschäftigung mit dem Erlebnis ?Krieg?. 1925 Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste München.1927 Ehrenmal für die Gefallenen &quote;Der Schwebende&quote; im Güstrower Dom.Ab 1932 Anfeindungen aus nationalsozialistischen Kreisen. 1937 Ausstellungsverbot.1938 erlag Barlach einem Herzinfarkt.

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Paul Cassirer, Klassische Moderne, Bildhauergrafik

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